Neue munki-Version 0.8.1.1 bringt neues Feature „conditional items“

Bei munki handet es sich um eine kostenlose Software zur Verteilung von Softwarepaketen auf eine große Anzahl von Macs im Netzwerk. Durch Einsatz dieser Software kann man die Softwareverteilung standardisieren und die Zeit, bis ein Gerät einsatzfähig ist, drastisch verkürzen.

Auf code.google.com ist seit wenigen Tagen eine neue munki-Version erhältlich. Neben kleineren Fixes ist vor allem ein neues Feature dazugekommen, das interessant ist: Conditional Items.

Greg Neagle hat in diesem Artikel schon beschrieben, wie die Conditional Items benutzt werden – ich möchte das nur kurz kommentieren und ein paar Ideen zur Nutzung anhand von Beispielen geben.

Das bereits auf der o.g. Seite angeführte Beispiel beschreibt, dass nur mobile Macs den Cisco VPN-Client erhalten sollen.

Im Folgenden ein paar aus dem täglichen Leben gegriffene Beispiele für die Verwendung dieser Funktion:

  • Alternativ würde nur auf die Gruppe der Laptops eine Lizenzdatei für die eingesetzte Branchensoftware installiert werden, da die stationären Macs den Lizenzserver im Netz erreichen, die mobilen Geräte aber nicht.
  •  Zusätzlich wird noch eine Anti-Viren-Software installiert (da die Laptops ja auch außerhalb des geschützten Netzwerks benutzt werden)
  • Weiterhin werden die Benutzer zu Print Admins gemacht, damit sie ihre eigenen Drucker verwalten dürfen – das ist bei stationären Clients nicht unbedingt notwendig.
  • Ebenfalls wird eine lokale Kopie der eingesetzten Fonts abgelegt, die die stationären Geräte vom Font Server ziehen.
  • Zu guter Letzt wird noch ein VPN-Profil für den OS X Cisco VPN Client hinterlegt, das auf stationären Geräten sinnlos wäre.

Diese ganzen zusätzlichen Pakete kommen einfach in ein Manifest, das nur für mobile Geräte gedacht ist. Hat man früher mühsam selbst im Verzeichnis Geräte zu Gruppen hinzufügen müssen, damit diese die passende Software erhalten, kann man das nun direkt auf Ebene der Softwareverteilung regeln.

Weitere, realistische Beispiele:

  • Softwaretitel X funktioniert in Version Y nur bis MacOS X 10.6.5, danach muss Version Z benutzt werden. Von Version Z steht aber nur ein begrenztes Kontingent an Lizenzen zur Verfügung. Aus diesem Grund sind alle Maschinen im Rechnerpool noch auf 10.6.5, bis auf die danach neu angeschafften Geräte, die teilweise ein neueres 10.6  oder 10.7.x haben.
  • Softwaretitel X funktioniert nur auf Intel-Macs, es gibt aber auch noch PPC-Macs im Unternehmen. Der Installer der Software lässt sich auch auf einem PPC installieren, die Software funktioniert aber nicht richtig.

Hier hat man mit munki entweder die Software nur per Hand als optionales Paket installiert (mehr Aufwand und Raum für Fehlinstallationen), oder man hat mühsam die pkginfo Dateien für die entsprechenden Pakete angepasst – für jedes einzelne Paket.

Stattdessen reicht nun die Benutzung des neuen Keys „condition“ in munki, um diese Einstellung für ein gesamtes manifest vorzunehmen.

 

Wenn Sie Beratungsbedarf bei der Verteilung von Softwarepaketen mit munki oder anderer Software in OS X-Netzwerken haben, melden Sie sich einfach!